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Kirche St. Lambertus

 

 

Bereits im 13. Jahrhundert muss in Morshausen eine „capella“ gestanden haben. Das erste Visitationsprotokoll von 1569 nennt auch den Patron der Kapelle, nämlich den heiligen Lambertus.

 

1739 wurde die heutige Kirche als gewölbter Sallbau von Maurermeister Johann Neurohr aus Boppard erstellt. Bereits am 3. Mai 1740 konnte die neue Kirche feierlich konsekriert werden. In den nachfolgenden Jahren bekam die Kirche das neue prachtvolle Kirchengestühl, das von dem Morshausener Schreinermeister und Holzschnitzer Simon Jakob Caster im „Zopfstil“ angefertigt und kunstvoll verziert wurde. 1947 soll in der neuen Kirche die erste Firmung stattgefunden haben.

 

Der Turm der Filialkapelle bliebt zunächst stehen, wurde aber 1848 abgerissen und an gleicher Stelle wieder errichtet. 1854 wurde die Kirche innen restauriert und erhielt farbige Fenster. 1889 restaurierten Maler aus Trier die Kirche. 1899 wurde mit Spenden der Bürger ein Pedalharmonium angeschafft.

 

Anfang des 20sten Jahrhunderts befanden sich drei Glocken im Turm. 1917 mussten kriegsbedingt die beiden kleineren Glocken von 1844 und 1846 abgeliefert werden, die größere von 1430 verblieb in der Kirche.

 

Erst 1926 erklang wieder ein dreistimmiges Geläut in Morshausen. Der Glockengießer Mabilon aus Saarburg lieferte die drei neuen Glocken für 1400 Mark, wobei er die alte Glocke für 450 Mark in Zahlung nahm. Am 9.5.1926 fand die feierliche Einweihung statt. Die größte Glocke ist der hl. Dreifaltigkeit, die zweitgröße dem heiligsten Herzen Jesu und die dritte Glocke der allerseligsten Jungfrau Maria geweiht.

 

Im zweiten Weltkrieg mussten diese Glocken nicht abgegeben werden, da sie aus Rotguss bestehen, es gab aber große Beschädigungen an der Kirche bei den letzten Kampfhandlungen. 1949 konnten die völlig zerstörten Kirchenfenster ersetzt werden. Den Kirchturm, der im März 1945 durch Artilleriebeschuß sehr beschädigt wurde, setzten Dachdecker erst 1950 wieder instand.

 

1961 wurde ein ölbefeuerter Lufterhitzer eingebaut, der 1971 durch elektrische Speicheröfen ersetzt wurde. 2014 wurde eine Gasheizung eingebaut. Im Jahr 1976 erhielt die Kirche einen neuen Innenanstrich, der Altarraum wurde umgestaltet und die Empore völlig renoviert. 1983 standen die Erneuerung des Holzbodens und die Instandsetzung der Bänke und der Treppenstufen zur Empore an. 1988 wurden das Kirchendach neu eingedeckt, die äußeren Kirchentüren erneuert und eine Blitzschutzanlage installiert. Im Jubiläumsjahr 1990 (250 Jahre) wurde im Glockenturm ein elektronisches Läutwerk installiert.